Die perfekte Bewerbung

Sichtbarkeit hat nichts mit Lautstärke zu tun – Sie können auch leise überzeugen!

By on 22. August 2017

Es ist so eine Sache mit der Sichtbarkeit: Einerseits wissen wir natürlich, dass sie wichtig ist. Denn nur, wenn wir wahrgenommen werden, bekommen wir Aufmerksamkeit und Anerkennung, man traut uns mehr zu, wir verdienen mehr Geld und die richtigen Leute werden auf uns aufmerksam. Andererseits haben gerade die Leiseren unter uns viele Hemmungen, wenn es darum geht, sich sichtbar zu machen.

  • Zu oft haben sie erlebt, dass sie und ihre Qualitäten übersehen werden.
  • Zu oft haben Sie gehört, dass ihre Eigenschaften nicht wirklich gefragt sind.

Das führt zu allerhand Bremsen im Kopf

So kennt man z.B. Menschen, die jedes Gespräch an sich reißen, ohne Scheu andere unterbrechen, oder lautstark lachen. Gehört man eher zur leisen Gattung, schaut man ihnen entweder bewundernd oder entnervt bei ihrem Treiben zu: „Wie die wieder die Aufmerksamkeit an sich reißen!“

Und wenn man dem weitverbreitetem Klischee: „Will man gesehen werden, muss man laut auf sich aufmerksam machen“, Glauben schenkt und sich davon beeindrucken lässt , dann ist man schnell in der Bredouille:

  • Entweder man versucht es auch auf die laute Art, verstellt sich also. Das fühlt sich falsch an und geht oft auch gehörig in die Hose, denn es passt schlichtweg nicht zum eigenen Naturell.
  • Oder man hält sich erst recht im Hintergrund und meidet jede Situation, in der man sich gezielt in den Vordergrund spielen würde. Manchmal mit der Ausrede, dass andere schon laut genug sind oder dass eh schon alles gesagt ist.

Das bedeutet: Zurückhaltende Menschen müssen sich entweder verstellen oder sie gehen im Lärm unter?

Ganz sicher nicht! Man muss keineswegs zwangsläufig laut sein, um gesehen zu werden. Sie kennen bestimmt mehrere Beispiele, ob im Bekanntenkreis, unter Kollegen oder Prominente: Gerade die Stillen, die eine wache, selbstbewusste Art haben, sind oft viel präsenter als so mancher Selbstdarsteller.

Solche Menschen füllen jeden Raum, ohne etwas zu sagen, allein durch ihre Präsenz. Und diese ist Folge Ihrer inneren Einstellung. So schaffen Sie es, in für Sie wichtigen Situationen künftig besser wahrgenommen zu werden:

Seien Sie überzeugt von dem, was Sie zu sagen haben!

Wenn Sie überzeugt sind, dass das was Sie zu sagen haben, wirklich wichtig ist, strahlen Sie diese Gewissheit aus. Beobachten Sie sich selbst: Halten Sie Ihre eigenen Beiträge für wichtig? Sollten Sie! Ist das nicht der Fall, arbeiten Sie Schritt für Schritt daran, sich selbst und ihre Ideen für mindestens genauso wichtig zu halten, wie die der Anderen. Dann fühlen Sie sich auf einer Augenhöhe zu anderen und haben es leichter, andere zu überzeugen.

Seien Sie bei der Sache!

Wie oft ertappt man sich selbst dabei, in Meetings, in Gesprächen, in den man sich nicht aktiv beteiligt, mit den Gedanken ganz wo anders zu sein: Man geht im Geiste die aktuelle Einkaufsliste durch, oder tippt eine imaginäre SMS. Das ist kontraproduktiv, denn präsent sein bedeutet, mit der Aufmerksamkeit ganz da zu sein. Beobachten Sie künftig, ob Sie in Gesprächen ganz bei der Sache sind. Man wird nur dann gesehen, wenn man selbst auch andere Menschen wirklich sieht und sich wirklich für sie interessiert.

Zeigen Sie sich körperlich!

Machen Sie sich körperlich größer. Im Sitzen also setzen Sie sich ganz gerade, gehen Sie mit dem Oberkörper und den Armen nach vorn – so unterstreichen Sie Ihre körperliche Präsenz. Auch im Stehen achten Sie darauf, sich körperlich breiter zu machen. Das gelingt Ihnen mit einem breiteren Stand und einer ausladender Gestik. Wer sich dagegen klein macht, wird oft übersehen.

Bleiben Sie locker!

In einem Gespräch oder einer Sitzung geht es meist nicht um den Nobelpreis. Nicht immer und alles von dem, was Sie aussprechen, muss gleich genial sein – normale Gedanken und auch unfertigen Ideen sind vollkommen ausreichend. Ich hoffe, dass diese Aussagen Ihre Prioritäten zurecht rückt und hilft Ihnen, die Sache etwas gelassener zu betrachten, statt sich deswegen verrückt zu machen.

Lassen Sie sich nicht unterkriegen!

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Aussagen werden oft überhört, dann bringt es nichts, die „beleidigte Leberwurst“ auszupacken. Scheuen Sie nicht, das Nichtgehörte noch einmal zu wiederholen.  Und zur Not noch ein weiteres Mal.

Werden Sie oft unterbrochen, so lächeln Sie charmant und sagen mit Nachdruck: „Einen Moment, ich möchte meinen Gedanken zu Ende führen“ oder Ähnliches. Hauptsache, Sie bleiben auf Kurs.

Sie merken, gesehen- und wahrgenommen zu werden hat überhaupt nichts mit Lautstärke zu tun!

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