Die perfekte Bewerbung

Welcher Beruf passt zu mir?

By on 17. July 2014

Wie finde ich den passenden Beruf?

Die meisten Menschen sind mit ihrem Beruf unzufrieden und zwar nicht wegen Kollegen oder Chef, sondern weil sie keine Erfüllung in ihrer Arbeit finden. Größtenteils wird die Berufswahl nicht nach eigener Berufung entschieden und genau da liegt die Ursache für spätere Unzufriedenheit. Falls auch Sie sich nicht mit Ihrem Beruf identifizieren können oder auf der Suche nach dem geeigneten Beruf sind, können Ihnen eventuell die folgenden Hinweise helfen.

 

Habe ich den falschen Beruf?

Bevor der Beruf gewechselt wird, sollte sich erst einmal angeschaut werden, ob es tatsächlich der falsche Beruf ist oder ob es sich um eine ganz normale Phase handelt. Jeder wird Zeiten haben, in denen er nicht so gerne zur Arbeit geht oder Aufgaben übernehmen muss, die nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehören. Das hat aber nichts damit zu tun, im falschen Beruf zu sein. Jeder Beruf, auch der Traumberuf, bringt Aufgaben mit sich, die ungeliebt sind und Phasen mit sich, in denen es hektischer als sonst zugeht.

Wer im falschen Beruf steckt, wird fast täglich lustlos zur Arbeit fahren und kaum Freude bei der Tätigkeit empfinden. Das Interesse an der Arbeit hat immer mehr nachgelassen und man kann den Sinn in der Tätigkeit nicht mehr finden. Es fällt einem stetig schwerer, sich zu motivieren und eigentlich lebt man nur noch auf die Wochenenden hin, an denen man das tun kann, was einem Spaß macht.

Wenn Sie einen Beruf gewählt haben, der nicht zu Ihrer Persönlichkeit und Ihren Werten passt, können Sie sich nicht mit der Tätigkeit identifizieren. Das kann ebenso zu Unter- oder Überforderung fühlen.

Ein Beispiel:

Sie sind als Verkäufer tätig und haben somit täglich mit Kunden zu tun. Nun sind Sie jedoch ein Mensch, der sich lieber im Hintergrund aufhält. Der alltägliche Umgang mit Kunden ist für Sie sehr anstrengend und oft sind Sie von den Kundenwünschen und Reklamationen genervt. Am Ende eines Arbeitstages möchten Sie nur noch Ruhe haben und sich zurückziehen. Der Beruf ist für Sie mit Stress verbunden und dies wirkt sich auch auf die Gesundheit aus.

Ihr Kollege geht förmlich auf im Beruf des Verkäufers. Er liebt den Umgang mit Kunden, berät sie gerne und freut sich, wenn er ihnen mit einem Tipp behilflich sein konnte. Er empfindet zwar auch die Tage, an denen es hektischer zu geht, als stressig, aber im Großen und Ganzen macht ihm sein Beruf Spaß und auch privat ist er oft und gerne mit Menschen zusammen.

Jeder Mensch trägt eine einzigartige Persönlichkeit in sich und somit verschiedene Stärken, Schwächen und Vorlieben. Werden diese nicht genügend beachtet, werden sich früher oder später Motivationslosigkeit, Unzufriedenheit, Stresssymptome oder andere unerfreuliche Reaktionen einstellen.

Ebenso kann Langeweile auf den falschen Beruf hinweisen. Wer sich täglich unterfordert fühlt, wird nur dann motiviert sein, wenn er vor einer neuen Aufgabe und Herausforderung gestellt wird. Ansonsten wird die Tätigkeit weder erfüllend noch zufriedenstellend empfunden. Bei Unterforderung hilft oftmals eine Weiterbildungsmaßnahme weiter, um dann in eine Position wechseln zu können, bei der man mehr gefordert wird. In manchen Fällen entsteht jedoch Langeweile aufgrund eines falsch gewählten Berufes.

 

Wozu fühle ich mich berufen?

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie erkannt haben, im falschen Beruf zu stecken. Der Satz “Folge Deiner Berufung” ist jedoch leichter gesagt als getan. Warum eigentlich? Dazu schauen wir uns kurz das Leben als Kind an:

In der Regel geht man als Kind noch den Beschäftigungen nach, die einem Spaß machen und die man mit großem Interesse verfolgt. Meistens lassen diese Beschäftigungen spätestens mit Eintritt in eine weiterführende Schule nach. Jetzt soll man sich lieber auf die Schulfächer und auf gute Noten konzentrieren. Viele Fähigkeiten, Talente und Interessensgebiete bleiben dabei auf der Strecke. Dann steht die Berufswahl an und häufig wird dabei in erster Linie die schulische Leistung beachtet und weniger die innere Stimme. Viele nehmen bereits in diesem jungen Alter ihre innere Stimme gar nicht mehr bewusst wahr. Es wird ein Beruf gewählt, der von den Lehrern oder Eltern empfohlen wurde. Man hat sich somit fremdbestimmen lassen, ohne es zu merken.

Da war zum Beispiel das junge Mädchen, das ein feines Gespür für Hunde hatte. Zudem schrieb es sehr gerne und verband ihr Interesse an Hunden mit dem Schreiben: Sie interviewte jeden Hundehalter, der sich dazu bereit erklärte und sammelte somit viele Informationen über Rassen, Umgang mit Hunden und Erziehungsmethoden. Allerdings wurden diese Fähigkeiten und Interessen nicht gefördert. Als die Berufswahl anstand, wollte sie gerne in einer Tierklinik arbeiten. Die Eltern waren dagegen und somit begann sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Viele Jahre später hatte sie den Mut, ihren Beruf zu verlassen und widmete sich wieder ihren Leidenschaften.

Die eigene Berufung ist häufig in der Vergangenheit wiederzuentdecken. Dort liegen oftmals die Talente, Fähigkeiten und Interessen verborgen. Die Berufung schließt ebenfalls die eigenen Wertvorstellungen ein. Wer seiner Berufung folgt, wird die Tätigkeit als erfüllend und sinnvoll empfinden.

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