Die perfekte Bewerbung

„Machen Sie mal ein Konzept!“

By on 31. März 2015

Warum Sie nicht zusammenzucken sollten, wenn Ihr Chef Ihnen diese Anfrage stellt.

Summary: Konzeptarbeit ist auf dem Vormarsch. Überall und quer durch alle Funktionen werden permanent verschiedenste Konzepte entwickelt. Doch das Scheitern dieser Bemühungen ist häufiger als ihr Erfolg. In diesem Artikel erfahren Sie die wichtigsten Gründe für den Misserfolg. Sie bekommen den zentralen Hebel an die Hand, mit dem Sie diese Misserfolgsfaktoren in Erfolgsfaktoren umwandeln können und Ihre Karriere vorantreiben können.

Konzepte sind auf dem Vormarsch

Der Begriff Konzept ist in aller Munde und verbreitet sich rasant. In der Geschäftswelt, in der Pädagogik, in der Wissenschaft und Forschung, in der Architektur und Stadtentwicklung, ja selbst bis in den persönlichen Bereich dringt er mit Fitness-, Ernährungs- und Lebenskonzepten vor. Überall und quer durch alle Funktionen werden permanent verschiedenste Konzepte entwickelt. Denn Konzepte braucht man dort, wo Neues entstehen soll oder Bestehendes überarbeitet werden soll. Ca. 20-40% der Arbeit bei qualifizierten Kräften beinhaltet mittlerweile die konzeptionelle Erarbeitung von Themen, Produkten oder Prozessen. Tendenz steigend.

Warum scheitern so viele Konzepte?

Bei so einer massiven Investition an Zeit und Geld, muss es doch ganz brauchbare Ergebnisse geben, wird man nun vermutlich annehmen. Tatsächlich ist jedoch häufig das Gegenteil der Fall!
Wie oft haben Sie schon erlebt, wie mit großem Schwung und großen Worten Themen angeschoben, konzeptionelle Ausarbeitungen in Auftrag gegeben und pilotiert werden – um dann zu versanden? Mit diesen Beobachtungen stehen Sie übrigens nicht alleine da: Denn ca. 70 Prozent der Konzepte scheitern.

Aus meiner langjährigen Arbeit zum Thema Konzeptentwicklung mit Geschäftsführern, Führungs- und Fachkräften konnten sehr prägnant zentrale Misserfolgsfaktoren abgeleitet werden. Die größten Hürden zum Erfolg sind „Unklare Ziele“ und „Mangelnde Kommunikation mit dem Auftraggeber“ (Mehrfachnennungen möglich). Mit etwas Abstand folgen dann die Themen „Mangelndes Stakeholdermanagement“ und „Fehlendes Commitment vom Topmanagement“.
Interessanterweise sind das sind alles Kommunikationsthemen: Sie betreffen zum einen die direkte Kommunikation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer und zum anderen die Kommunikation in das Unternehmen hinein. Bemerkenswert, dass diese Abstimmungsthemen, die ja vergleichbar einfach zu bewältigen sind, weit vor den Themen mangelnder Ressourcen und zu hoher Anforderungen liegen.

So meistern Sie Ihre Konzeptarbeit erfolgreich!

Die gute Nachricht ist, dass diese Faktoren sowohl von Seiten des Auftraggebers als auch des Auftragnehmers durchaus steuerbar sind. Mit einem geschärften Bewusstsein für diese Hürden und etwas Handwerkszeug lassen sich diese Misserfolgsfaktoren einfach in Erfolgsfaktoren für Konzepte und Projekte umwandeln.

Das wichtigste Handwerkszeug bildet dabei die Auftragsklärung. Sie ist die erste und entscheidende Phase der Konzeptentwicklung. Denn hier wird bestimmt, wohin die Reise gehen soll und wie Sie sich über den Verlauf der Reise, über Kursrichtung und Etappenziele abstimmen möchten.
Statt der weitverbreiteten „Machen Sie mal Mentalität“, die sich gerne in ad hoc angebrachten „Wir-brauchen-da-mal“-Zurufen äußert, sorgen Sie lieber für eine gründliche Auftragsklärung. Denn nicht geklärte Ziele kommen wie ein Bumerang zurück und verursachen ein Vielfaches an Mehrarbeit.

Darum:
■ Kein Auftrag zwischen Tür und Angel!
■ Kein Start ohne ausführliche Auftrags- bzw. Zielklärung!

Stellen Sie also sicher, dass alle Beteiligten zu Beginn der Arbeit ein gemeinsames Zielverständnis haben. Damit haben Sie die wichtigste Hürde bereits gemeistert. Besprechen Sie, welche weiteren Personen(-gruppen) wie Stakeholder, Keyplayer etc. im Rahmen der Konzeptentwicklung und der Umsetzung berücksichtigt werden sollten. Sorgen Sie zudem für Abstimmungstermine, um die Zielerreichung zu überprüfen und auch bei Änderungen der Ziele, der Rahmenbedingungen und sonstigen Wäg- oder Unwägbarkeiten weiterhin zielorientiert vorgehen zu können. Denn: Nicht immer ist die Zielgerade eine Gerade.
Führen Sie eine gründliche Klärung dieser Themen herbei. Manchmal werden Sie dafür mehrere Gespräche benötigen. Investieren Sie dennoch diese Zeit. Ein besseres Investment in Ihr Konzept gibt es nicht!

Fazit: Konzeptarbeit kann großartige Ergebnisse bringen. Sie können Ihre Ideen einbringen, Veränderungen mitgestalten und sich im Unternehmen zeigen. Eine wichtige Voraussetzung um die eigene Entwicklung und Karriere voranzutreiben. Die Erfolgsfaktoren der Konzeptentwicklung sind gut vorhersehbar und steuerbar. Mit einem geschärften Bewusstsein für die Prozesse und Stolpersteine und etwas Handwerkszeug können Sie Konzeptarbeit effizient und souverän managen.

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