Die perfekte Bewerbung

So antworten Sie auf schwierige Fragen im Vorstellungsgespräch

By on 9. September 2014

Sie haben Lücken im Lebenslauf und haben nach dem Studium erst einmal einen längeren Urlaub gemacht oder waren zwischenzeitlich arbeitslos? Ihre berufliche Karriere wurde durch eine längere Krankheitsphase unterbrochen? Solche oder ähnliche Themen sind beliebte Fragen im Vorstellungsgespräch. Die beste Strategie hierbei ist, sich im Vorfeld genau mit dem eigenen Lebenslauf auseinanderzusetzen.

Haben Sie vielleicht Ihren „Urlaub“ nach dem Studium im Ausland verbracht und sich dadurch Sprachkenntnisse angeeignet? Haben Sie während Ihrer Arbeitslosigkeit Weiterbildungen absolviert und sind absolut fit in Excel und Word oder in einer Fremdsprache? Überlegen Sie sich gut, wie Sie solche „Fehlzeiten“ vom Berufsleben in einem positiven Licht erscheinen lassen können.

Verweisen Sie beispielsweise darauf, dass Sie, nachdem Sie das Diplom in der Tasche hatten, zunächst mehr Lebenserfahrung sammeln wollten und dabei ganz nebenbei eine Fremdsprache gelernt haben. Zeigen Sie auf, dass Sie die Zeit Ihrer Arbeitslosigkeit optimal genutzt haben. Auf diese Weise können Sie auch Lücken positiv erklären und damit überzeugen.

Schwierige Fragen im Vorstellungsgespräch: Seien Sie authentisch!

Insbesondere in Vorstellungsgesprächen bewährt sich das alte Sprichwort, dass Lügen kurze Beine haben. Sie sollten bei den Tatsachen haben, denn Personalchefs sind darin geschult, Flunkereien und vor allem Unsicherheiten zu erkennen, die sich automatisch einstellen, wenn man von der Wahrheit abweicht. Beispielsweise ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen beim Lügen immer wegschauen. Führungskräfte wissen das. Nicht zuletzt verwickelt man sich auch gerne in Widersprüche, wenn man bewusst lügt.

Sie sollten also nicht behaupten, im Ausland gewesen zu sein, um Auszeiten vom Beruf zu erklären, wenn es nicht stimmt. Bleiben Sie stattdessen authentisch. Sie haben genügend Stärken und Qualifikationen, die Sie vorweisen können und haben es nicht nötig zu lügen. Stehen Sie zu sich selbst. Dies ist die beste Methode, um auch schwierige Fragen im Vorstellungsgespräch zu parieren. Personalchefs schätzen authentische Charaktere. Sollte auch die Wahrheit manchmal unangenehm sein, so ist dies doch allemal besser, als beim Flunkern ertappt zu werden, denn der Verhandlungspartner fragt sich automatisch, wie sich der Bewerber wohl in der eigenen Firma verhalten wird, wenn er schon beim Vorstellungsgespräch nicht bei den Tatsachen bleibt.

Stolperstein Arbeitszeugnis

Ein ebenfalls beliebtes Thema bei Vorstellungsgesprächen sind Arbeitszeugnisse, da diese Ihre Referenzen im Berufsleben darstellen. Sie haben das Problem, dass Ihr letztes Arbeitszeugnis nicht gerade das beste ist und Sie möglicherweise sogar gekündigt wurden? Bitte machen Sie nicht den Fehler und reden Sie schlecht über Ihre vorherigen Vorgesetzten, denn damit katapultieren Sie sich ins Abseits! Schildern Sie stattdessen – sollten Sie danach gefragt werden – in groben Zügen die Umstände in Ihrem letzten Arbeitsverhältnis, indem Sie beispielsweise auf besondere Herausforderungen verweisen.

Zeigen Sie, dass Sie diese Episode unter der Kategorie Erfahrungsschatz verbuchen und dazugelernt haben. Legen Sie dar, warum Sie sich nun ausgerechnet bei dieser Firma beworben haben und welche Qualitäten Sie aufgrund Ihrer Erfahrungen einbringen wollen. Personalchefs schätzen „Macher“ und Menschen, die auch mit schwierigen Situationen umgehen können. In diesem Sinne kann sogar ein schlechtes Arbeitszeugnis ein Pluspunkt für Sie werden.

Schwierige Fragen im Vorstellungsgespräch sind also eine gute Gelegenheit, um zu punkten. Sie werden gerade deswegen gestellt, um zu prüfen, wie sich Bewerber in Stresssituationen verhalten, ob Sie integer sind und ob Sie authentisch sind. Sie sollten also davor nicht zu großen Respekt haben, sich aber wohl sehr gut darauf vorbereiten.

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