Die perfekte Bewerbung

Akademische Berufe: Der ultimative Leitfaden für die perfekte Bewerbung

By on 16. Mai 2014

Die perfekte Bewerbung aus Sicht von Personalentscheidern ist die Bewerbung, die sämtliche Erwartungen exzellent erfüllt, indem der Kandidat

  • exakt zur ausgeschriebenen Stelle passt,
  • die Motivation und Qualifikation exakt auf den Punkt bringt,
  • seinen Text fehlerfrei und formal korrekt formuliert
  • sich umfassend darstellt, dabei aber straff und übersichtlich bleibt,
  • vollständige Unterlagen, wie Lebenslauf, Zeugnisse und Qualifikationsprofil als Dateien (Onlinebewerbung) oder Anlagen (Bewerbungsmappe) anfügt.

Alle aufgezählten Punkte gehören zum Pflichtprogramm für die perfekte Bewerbung, daher ist es sehr wahrscheinlich, dass mehrere Kandidaten diese Grundvoraussetzungen erfüllen. Was aber macht letztlich den Unterschied zwischen einem NEIN, VIELLEICHT und JA? An wen wird sofort eine Absage verschickt, wer wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen und welcher Bewerber erhält letztlich den Zuschlag? Sicher haben Sie sich auch schon einmal gewünscht, in die Köpfe derjenigen schauen zu können, die darüber bestimmen. Bei dem Wunsch allein muss es nicht bleiben, denn:

Die Reise in den Mesokosmos des Personalwesens: Perspektivwechsel führt zum Erfolg

Betrachten Sie Ihre objektive Eignung für das Stellenangebot, Ihre bisherige Laufbahn, Ihre Zeugnisse und Referenzen sowie Ihre Erscheinung und Persönlichkeit aus Sicht eines Recruiters. Dafür müssen Sie möglichst tief eintauchen in die einzelnen Bereiche der Branche, des Unternehmens – und natürlich der Position, für sie Sie sich bewerben. Was können Sie zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen? Was ist im übertragenen Sinn Ihr „Benefit“? Sich in die Lage der Entscheider in den Personalabteilungen zu versetzen und die persönlichen Voraussetzungen kritisch zu prüfen, kann den entscheidenden Vorsprung bedeuten und gibt auch für den weiteren Bewerbungsprozess Sicherheit. Denn Sie werden aus dieser Perspektive sehen, ob Ihre Bewerbung tatsächlich das Potenzial hat, zu überzeugen.

Im Grunde zählt jetzt weniger die perfekte Bewerbung als der perfekte Bewerber. Gehen Sie ruhig hart mit sich ins Gericht, stellen Sie sich selbst unbequeme Fragen. Zunächst im Hinblick auf Ihre berufstypischen Qualifikationen, die Hard Skills, die Sie sich während Ihres Studiums und möglicherweise zudem durch die bisherige Berufserfahrung erworben haben. Danach bewerten Sie Ihre Soft Skills, zu denen weitere Kompetenzen zählen, die jedoch nicht zu Ihrer fachlichen Ausbildung gehören.

Konkret hinterfragen Sie für die perfekte Bewerbung folgende Punkte:

  • Können Sie das, was beruflich von Ihnen verlangt wird nicht nur, sondern können Sie es herausragend gut? Die Antwort muss JA lauten.
  • Können Sie das auch beweisen? Wird Ihre Eignung in Ihrer Bewerbung deutlich, wenn Sie diese – gewissermaßen als Außenstehender – lesen? Die Antwort muss ebenfalls JA lauten.
  • Wird in Ihrer Bewerbung deutlich, dass Sie Emotionale Intelligenz als Basis für alle sozialen, methodischen und persönlichen Kompetenzen besitzen? Erneut ist ein klares JA die richtige Antwort.

Nur wenn Sie der Meinung sind, dreifach punkten zu können, und wenn zusätzlich die eingangs aufgezählten Formalien stimmen, ist die Bewerbung wirklich perfekt. Versenden können Sie sie selbstverständlich auch, obwohl es Optimierungsbedarf gibt. Zusätzlich sollten Sie aber überlegen, an welchen Stellschrauben Sie zukünftig drehen können, sei es durch weitere Qualifikationen, mehr Berufspraxis durch Praktika oder Training Ihrer Soft Skills.

Denken Sie in der Kurzformel (M.A.Z.O.) der Personalentscheider: Die richtigen Mitarbeiter sollen in der passenden Anzahl zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

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